{"id":236,"date":"2017-04-08T10:47:25","date_gmt":"2017-04-08T10:47:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mgdiyanet.de\/?page_id=236"},"modified":"2017-04-08T10:47:25","modified_gmt":"2017-04-08T10:47:25","slug":"oruc-ibadeti","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.mgdiyanet.de\/de\/oruc-ibadeti","title":{"rendered":"Das Fasten im Islam"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Das Fasten, als ein Zeichen der Dienerschaft Gottes ist sowohl in den vor-islamischen Religionen ein Gebot als auch im Islam. Allah, der Erhabene, teilte uns dies folgenderma\u00dfen mit: \u201eO ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren.\u201c(2:183).<\/p>\n<div align=\"justify\">Das Fasten ist die Dritte von f\u00fcnf S\u00e4ulen im Islam. Das eigentliche Ziel des Fastens ist, Gottes Anerkennung zu erlangen. Deshalb wird am Tage sowohl keine Nahrung aufgenommen als auch die Enthaltsamkeit des Menschen dargelegt. F\u00fcr alles gibt es eine Spende; und die Spende des K\u00f6rpers ist das Fasten. Durch Zekat, die Pflichtgabe, reinigt der Mensch sein Verm\u00f6gen und durch das Fasten seinen K\u00f6rper. Denn w\u00e4hrend dieser Zeit bem\u00fcht der Gl\u00e4ubige sich von unreinen Gedanken loszurei\u00dfen. Hier haben wir auch die M\u00f6glichkeit unsere Dankbarkeit an Gott, f\u00fcr seinen unendlichen Segen zu beweisen.<\/p>\n<p><strong>Lasst uns mit all unseren Organen fasten<\/strong><\/p>\n<p>Muslime sind ab der Pubert\u00e4t diesem Gebot verpflichtet. Durch das Fasten vermeidet der Mensch Schlechtes zu begehen. Das Fasten hilft Menschen vor S\u00fcnden und somit vor der Ferne Gottes im Diesseits und Jenseits zu bewahren. Der Fastende erreicht die spirituelle und die k\u00f6rperliche Ruhe, wenn er sich nicht mit Hunger und Durst beschr\u00e4nken l\u00e4sst. Denn Sinn des Fastens ist nicht allein den Magen vor Gen\u00fcssen zu wahren, vielmehr sollen alle Organe des Menschen ihrem Pflichtgef\u00fchl bewusst werden, damit der Mensch seine Dankbarkeit an Allah innerlich sp\u00fcren kann. Der Mensch sollte in der Lage sein, seinem Ego, wenn es \u00fcberm\u00e4\u00dfige W\u00fcnsche hat, Widerstand zu leisten und seine Wut zu bew\u00e4ltigen. Er sollte vermeiden anderen Schaden zuzuf\u00fcgen und den Frieden zu st\u00f6ren. Denn der Mensch ist f\u00fcr das Stiften von Frieden auf Erden. Durch das Fasten trainiert der Mensch mit seinem Willen umzugehen und seine Triebe unter Kontrolle zu halten. Die Freigebigkeit im Iftar lehrt den Menschen zu bewirten und zu teilen. Iftar ist dasAbendessen, das unmittelbar nach Sonnenuntergang zum Fastenbrechen eingenommen wird. Das Tarawih-Gebet st\u00e4rkt in der Gemeinde Gef\u00fchle wie Freude und Eifer zu teilen. Es ist das Gebet, das nachts speziell im Ramadan zusammen mit dem t\u00e4glichen Nachtgebet verrichtet wird. Sahur zeigt uns was Nutzen und Segen ist. Es ist das Essen, womit man sich vor dem Beginn des Fastens bei Fr\u00fchlicht f\u00fcr das Fasten tags\u00fcber st\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Wenn unsere Rituale, die wir tagt\u00e4glich verrichten unsere ethischen Werte und unser Sozialverhalten nicht bemerkenswert beeinflussen, kann dies ein Zeichen f\u00fcr unser Fehlverhalten in unserem religi\u00f6sen Leben\/Alltag sein.<\/p>\n<p>Es ist mit Vorsicht zu betrachten, das Fasten auf Hunger, Durst und Verzicht von Beischlaf zu beschr\u00e4nken. Das Fasten belehrt den eiligen Menschen auch die Ruhe zu bewahren. Es belehrt ihn seine unendlichen W\u00fcnsche und Triebe unter Kontrolle zu halten. Es hilft ihm keine S\u00fcnden zu begehren.<\/p>\n<p>Durch Fasten k\u00f6nnen die Fastenden die Situation der hilfsbed\u00fcrftigen Menschen viel besser nachvollziehen, wenn wir das gleiche Leid zu sp\u00fcren bekommen. Menschliche \/ humane Werte wie Hilfsbereitschaft werden in den Vordergrund gebracht, und somit entwickeln sich unsere ethisch-moralischen Werte weiter wie Gott, der Barmherzige, es w\u00fcnscht. Allah hat es sicherlich nicht n\u00f6tig, dass wir eine Zeit lang verhungern. Um seinetwillen werden wir tags\u00fcber zwar nicht speisen, aber der wahre Sinn des Fastens ist die menschlichen Werte in uns zu verbessern.<\/p>\n<p>Unser Prophet Muhammed, Friede sei \u00fcber ihn, erkl\u00e4rt dieses Gebot der Aufrichtigkeit folgenderma\u00dfen: <strong>\u201eWer nicht aufh\u00f6rt zu L\u00fcgen und Arbeit durch L\u00fcge zu leisten, dem wird Gott kein Wert darauf geben, dass er weder gegessen, noch getrunken hat.\u201c<\/strong> In einer weiteren \u00dcberlieferung teilt er mit<strong>: \u201eWer immer im Monat Ramadan aus reinem Glauben und in der Hoffnung Allahs Lohn betet, dem werden alle seine vergangenen S\u00fcnden vergeben.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nutzen des Fastens<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>wertet unsere ethischen Werte auf,<\/li>\n<li>bewahrt uns vor Schlechtem,<\/li>\n<li>belehrt den Menschen g\u00fctig zu sein. Durch das Fasten k\u00f6nnen die Menschen das Leid\u00a0\u00a0 der Hilfsbed\u00fcrftigen besser empfinden,<\/li>\n<li>macht den Menschen k\u00f6rperlich und spirituell gesund,<\/li>\n<li>bringt dem Menschen Geduld bei,<\/li>\n<li>belehrt den Menschen den wahren Wert des Segens zu verstehen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Menschen erreichen \u2013 Arme, Alleinstehende und Waise <\/strong><\/p>\n<p>Der Koran bereitet unsere Seele und unseren Geist f\u00fcr die bevorstehende unendliche Reise R\u00fcckkehr zu Ihm vor. Die Spenden \u2013 Fitre, ramadantypische Abgabe an Armen und Bed\u00fcrftigen und Zekat, Pflichtabgabe f\u00fcr die Wohlhabenden an die Armen und Bed\u00fcrftigen, j\u00e4hrlich 2,5 Prozent des eigenen Hab und Guts &#8211; heilen die sozialen Wunden. Durch das Ramadanfest bewegt sich die Gesellschaft in Gnade, Einheit und Begeisterung.<br \/>\nMevlana ar-Rumi, Yunus Emre, Ahmed Yesevi und Haci Bekta\u015f Veli und viele weitere muslimische Mystiker, die sich mit der Lehre des Islam intensiv besch\u00e4ftigten, haben den Ramadan als eine Gelegenheit verstanden, die spirituellen Werte zu erziehen. Sie bezeichnen Ramadan als ein Monat der Gnade und der Liebe.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<div align=\"justify\">Der Prophet sagt: <strong>\u201eDas Fasten ist ein Schutz; so soll er (w\u00e4hrend des Fastens) weder Sch\u00e4ndlichkeit noch Torheit begehen; und wenn jemand ihn zum Zweikampf auffordert oder beschimpft, soll er ihm zweimal sagen: \u201aich faste.\u2018\u201c<br \/>\n<\/strong><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div align=\"justify\">Eine wichtige Funktion dieser Zeit ist, dem Menschen, der in der heutigen Gesellschaft immer mehr sich vom sozialen Umfeld abrei\u00dft, alleine ist und sich immer mehr von menschlichen Werten entfremdet hat, in das gemeinschaftliche Leben wieder zu gewinnen und einzugliedern.<\/p>\n<p>Seit dem Fastengebot vor ca. 1400 Jahren haben Muslime diesen Monat als eine Gelegenheit betrachtet, die Gerechtigkeit und Hilfsbereitschaft unter den Menschen zu verbreiten. In der gesamten Phase haben sie sich bem\u00fcht, Hungersnot entgegenzuwirken, armen Menschen zu helfen und die Waisen zu unterst\u00fctzen. Diese dauerhafte Tat ist gewiss ein beispielhafter Vorzug.<\/p>\n<p>Der Ramadan sollte nicht ein Ereignis sein, in dem Menschen sich nur in ihrem eigenen Leben bewegen; in ihrem eigenen Haus alleine speisen. M\u00f6gen die Tage im Ramadan tief im Herzen empfunden werden, mit all seiner Sch\u00f6nheit und in Gemeinsamkeit, zusammen mit Armen und verwundeten Menschen.<\/p>\n<p>Wir erbitten Gott, dass er uns im Monat Ramadan Frieden, Zufriedenheit und Wohlbehagen gibt, unsere Tafel mit seinem Segen und Fr\u00f6mmigkeit f\u00fcllt.<\/p><\/div>\n<div>\n<div align=\"justify\">Flyer zum Fasten <a href=\"http:\/\/www.ditib.de\/media\/File\/fasten_im_islam_flyer.pdf\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.ditib.de\/media\/Image\/pdf.jpg\" alt=\"\" width=\"38\" height=\"13\" border=\"0\" \/>\u00a0 <\/a>Flyer [1,4 MB]<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Fasten, als ein Zeichen der Dienerschaft Gottes ist sowohl in den vor-islamischen Religionen ein Gebot als auch im Islam. Allah, der Erhabene, teilte uns dies folgenderma\u00dfen mit: \u201eO ihr, die ihr glaubt! 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