{"id":189,"date":"2017-01-31T14:16:49","date_gmt":"2017-01-31T14:16:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mgdiyanet.de\/?p=189"},"modified":"2017-04-01T13:24:08","modified_gmt":"2017-04-01T13:24:08","slug":"islamin-temel-sartlari","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mgdiyanet.de\/de\/islamin-temel-sartlari","title":{"rendered":"Die Grunds\u00e4ulen des Islam"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. Das Glaubensbekenntnis<\/strong><br \/>\n<strong>2. Das Gebet<\/strong><br \/>\n<strong>3. Das Fasten<\/strong><br \/>\n<strong>4. Die Armensteuer<\/strong><br \/>\n<strong>5. Die Wallfahrt<\/strong><\/p>\n<p><strong>1. Das Glaubensbekenntnis<br \/>\n<\/strong>Die erste S\u00e4ule ist die Schahada (t\u00fcrk. \u015fehadet), das Glaubensbekenntnis (das Aussprechen der Bekenntnis zu Gott und seinem Gesandten). Sie ist die Grundlage f\u00fcr alle anderen religi\u00f6sen Pflichten. Wer vor Zeugen sagt\u00a0\u201eIch bezeuge, dass es keinen anderen Gott gibt\u00a0\u00a0au\u00dfer ihm, und ich bezeuge, dass Muhammed\u00a0 sein Diener und Gesandter ist\u201c bekennt sich zum Islam und wird\u00a0damit zum Muslim. Dieses Bekenntnis zu Gott schlie\u00dft seine Engel und die Propheten, die heiligen\u00a0Schriften, die Auferstehung der Toten und das j\u00fcngste Gericht sowie die Pr\u00e4destinationslehre (Vorherbestimmung) mit ein.<\/p>\n<p>Niemand darf\u00a0gezwungen werden, sich zum Islam zu bekennen, weil der Glaube eine Sache des Gewissens, der freien Entscheidung und \u00dcberzeugung ist.<\/p>\n<p><strong>2. Das Gebet<\/strong><br \/>\nDie zweite S\u00e4ule ist das rituelle Gebet, Salah (t\u00fcrk. namaz) genannt. Nach dem\u00a0Glaubensbekenntnis ist das rituelle Gebet die h\u00f6chste Pflicht eines Muslim. Es wird vor dem Sonnenaufgang, mittags, nachmittags, abends und in der Nacht und an jedem geeigneten und sauberen Ort verrichtet. Eine besondere Stellung nimmt das Freitagsgebet in der Moschee ein. Das Gebet verbindet die Rezitation ausgesuchter Suren mit Bittgebeten und Lobpreisungen in arabischer Sprache mit rituellen Bewegungsabl\u00e4ufen. Der Betende beabsichtigt, die Gegenwart Gottes in seinem Herzen zu sp\u00fcren. Dadurch soll der Gl\u00e4ubige von Schlechtem abgehalten werden und\u00a0 sich Gott zuwenden. Unter bestimmten Umst\u00e4nden kann ein Muslim von der Flexibilit\u00e4t seiner Religion Gebrauch machen und die f\u00fcr bestimmte Tageszeiten vorgegebenen Pflichtgebete, die vers\u00e4umt wurden,\u00a0\u00a0nachtr\u00e4glich verrichten.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Wann wird gebetet?<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><br \/>\nEs gibt f\u00fcnf Gebete am Tag: \u00a0vor\u00a0 Sonnenaufgang wird das erste Gebet, das\u00a0Morgengebet\u00a0 verrichtet.\u00a0Mittags, ungef\u00e4hr eine 3\/4 Stunde nach der Senkrechtstellung der Sonne das Mittagsgebet,\u00a0am sp\u00e4ten Nachmittag das Nachmittagsgebet, nach dem Untergang der Sonne das Abendgebet und ungef\u00e4hr 80 Minuten nach\u00a0 Sonnenuntergang das\u00a0Nachtgebet.<\/p>\n<p><strong>Wo\u00a0 wird gebetet\u00a0?<\/strong><br \/>\nSofern es m\u00f6glich ist, wird das Gebet gemeinsam in der Moschee verrichtet. Wenn\u00a0dies nicht m\u00f6glich ist, kann man es auch selbst\u00e4ndig \u00a0zu Hause verrichten. Hauptsache ist, dass\u00a0der Gebetsplatz\u00a0sauber ist, weshalb man hierzu ein Gebetsteppich, oder irgendeine andere saubere Unterlage verwendet.\u00a0 Frauen und M\u00e4nner k\u00f6nnen mit den Kindern zusammen in der Moschee ihre Gebete verrichten, sofern es keine separaten Gebetsr\u00e4ume gibt. Die Kinder k\u00f6nnen \u00a0dabei zwischen den M\u00e4nnern und Frauen beten.<\/p>\n<p><strong>Wohin richtet man sich ?<\/strong><br \/>\nDie Gebetsrichtung ist vorgegeben: von jedem Ort der Welt muss sich der Muslim beim Gebet\u00a0gen Kaaba in Mekka wenden.<\/p>\n<p><strong>Was ist die Kaaba ?<\/strong><br \/>\nDie Kaaba wurde vor tausenden von Jahren auf Gottes Anweisung von Abraham und seinem Sohn Ismael da errichtet, wo auch das erste Gebetshaus errichtet wurde.\u00a0Dieses w\u00fcrfelf\u00f6rmige, quadratische Gotteshaus war in vorislamischer Zeit Ziel f\u00fcr Pilger vieler St\u00e4mme der arabischen Halbinsel.<\/p>\n<div align=\"justify\">\n<p>Im Laufe der Geschichte haben die Kinder Abrahams seine\u00a0monotheistische Religion verlassen und wandten sich\u00a0der G\u00f6tzendienerei zu. Die Bwewohner Mekkas brachten jedes Jahr etwa 360 G\u00f6tterstatuen in der Kaaba unter. Der\u00a0Prophet Muhammed entfernte sie aus der Kaaba und f\u00fchrte sie in ihre urspr\u00fcngliche Funktion zur\u00fcck.\u00a0Heute pilgern die Muslime jedes Jahr zu diesem Gotteshaus.<\/p>\n<p><strong>Was liest man im Gebet ?<\/strong><br \/>\nIm Gebet werden sowohl Verse als auch ganze Suren aus dem Koran auswendig vorgetragen. Andererseits werden an Gott Bittgebete gerichtet, die vom Propheten \u00fcberliefert sind. Das Gebet verbindet die Rezitation ausgesuchter Suren mit Bittgebeten und Lobpreisungen in arabischer Sprache mit rituellen Bewegungsabl\u00e4ufen. Der Betende beabsichtigt, die Gegenwart Gottes in seinem Herzen zu sp\u00fcren. Dadurch soll der Gl\u00e4ubige von Schlechtem abgehalten werden.<\/p>\n<\/div>\n<div align=\"justify\"><\/div>\n<p align=\"justify\"><strong>3. Das Fasten <\/strong><br \/>\nDie dritte S\u00e4ule ist das rituelle Fasten, Saum (t\u00fcrk. oru\u00e7) genannt. Im neunten Monat des islamischen Mondkalenders, dem Ramadan (t\u00fcrk. ramazan), ist Muslimen von der Morgend\u00e4mmerung bis zum Sonnenuntergang jede Form der Nahrungs- und Genussmittelaufnahme sowie der Beischlaf untersagt. Das rituelle Fasten ist eine gottesdienstliche Handlung, die den Menschen Gott n\u00e4her bringt. Der K\u00f6rper wird dem Geist unterworfen, womit Selbsterziehung als Geste der Dankbarkeit dargestellt wird. Fastende sollen lernen, mit jenen mitzuf\u00fchlen, die hungrig oder durstig sind. Dabei zeigen sich die Muslime besonders gegen\u00fcber Bed\u00fcrftigen solidarisch. Der Ramadan wird mit dem\u00a0Ramadanfest (arab. id al-fitr \/ t\u00fcrk. ramazan bayram\u0131) abgeschlossen.<\/p>\n<p><strong>4. Die soziale Pflichtabgabe<br \/>\n<\/strong>Die vierte S\u00e4ule ist die \u201esoziale Pflichtabgabe\u201c, Zakah (t\u00fcrk. Zekat) genannt. Zakah kann mit \u201ereinigen&#8220; und auch \u201evermehren&#8220; \u00fcbersetzt werden. Muslime sind verpflichtet, einmal im Jahr Arme und Bed\u00fcrftige zu unterst\u00fctzen, um somit ihr Verm\u00f6gen zu \u201ereinigen\u201c und mit g\u00f6ttlichem Segen zu vermehren. Die H\u00f6he der Abgabe betr\u00e4gt j\u00e4hrlich 2,5 % des Verm\u00f6gens. Muslime helfen anderen Menschen privat oder \u00fcber Hilfsorganisationen.<\/p>\n<p><strong>5. Die Wallfahrt nach Mekka (hadsch)<br \/>\n<\/strong>Die f\u00fcnfte S\u00e4ule ist die Wallfahrt nach Mekka (Hadsch). Die Pilgerfahrt in diese Stadt auf der arabischen Halbinsel stellt den H\u00f6hepunkt im Leben eines Muslims dar. Diese findet im letzten Monat (Dhu&#8217;l-Hidschdscha) des islamischen Mondkalenders statt. Jedes Jahr pilgern rund drei Millionen Muslime in die heilige Stadt und durchlaufen einen besonderen Weihezustand. Die Kaaba, ein w\u00fcrfelf\u00f6rmiges, leer stehendes Geb\u00e4ude, ist das Zentralheiligtum der Muslime. Ihren besonderen Wert hat sie auch dadurch, dass sie die Gebetsrichtung ist. W\u00e4hrend der Wallfahrt, bzw. zum Abschluss,\u00a0wird weltweit das Opferfest gefeiert. Hierbei wird im Gedenken an die Bereitschaft Abrahams,\u00a0seinen Sohn Ismael zu opfern, Klein- und Gro\u00dfvieh geopfert.<\/p>\n<p align=\"justify\">Quelle: www.ditib.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Das Glaubensbekenntnis 2. Das Gebet 3. Das Fasten 4. Die Armensteuer 5. Die Wallfahrt 1. Das Glaubensbekenntnis Die erste S\u00e4ule ist die Schahada (t\u00fcrk. \u015fehadet), das Glaubensbekenntnis (das Aussprechen der Bekenntnis zu Gott und seinem Gesandten). Sie ist die Grundlage f\u00fcr alle anderen religi\u00f6sen Pflichten. Wer vor Zeugen sagt\u00a0\u201eIch bezeuge, dass es keinen anderen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":66,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5],"tags":[],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"2.6.0","language":"de","enabled_languages":["tr","de"],"languages":{"tr":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mgdiyanet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/189"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mgdiyanet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mgdiyanet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mgdiyanet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mgdiyanet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=189"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.mgdiyanet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/189\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":194,"href":"https:\/\/www.mgdiyanet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/189\/revisions\/194"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mgdiyanet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/66"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mgdiyanet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=189"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mgdiyanet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=189"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mgdiyanet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}